Zeitvorteil für den Patienten nutzen

Seit dem 01. Juli nutzen Feuerwehr, DRK sowie Malteser im Kreis Siegen-Wittgenstein das elektronische Notfallprotokoll

Köln, 30.09.2015 – Die Verwendung papiergestützter Protokolle ist ineffizient, da sie oft schwer zu lesen sind, unvollständig sein können und häufig nacherfasst werden müssen. Ebenso tragen sogenannte digitale Stifte oder Scan-Lösungen nur bedingt zur Verbesserung der Patientenversorgung bei, da ein Datenaustausch mit anderen Systemen oder Leistungserbringern nicht oder nur schwer möglich ist.

Diese Probleme kannten auch die für den Rettungsdienst Verantwortlichen im Kreis Siegen-Wittgenstein um Hauptbrandmeister Frank-Hermann Müller, aktuell Projektleiter Datenmanagement Rettungsdienst, und entschieden sich für die elektronische Einsatzdokumentation mit dem RescueNet® AmbulancePad von ZOLL. Die gezielte Nutzung rettungsdienstlicher Daten senkt nicht nur die Kosten, sondern hilft auch die Qualität der Patientenversorgung kontinuierlich zu erhöhen. Denn was man nicht auswerten kann, kann man auch nicht verbessern. Vor diesem Hintergrund sind die Vorteile einer elektronischen Dokumentation offensichtlich: vollständige Protokolle, die automatisierte Übernahme von Vitaldaten in das Protokoll und die Übermittlung medizinischer Daten in Echtzeit an weitere Leistungserbringer.

„Wir wollten verschiedene Daten, die während einem Einsatz anfallen, auf einem System vereinen und danach jederzeit verfügbar haben. Dieses Gesamtkonzept wurde in der von uns gewünschten Ausführung nur von ZOLL unterstützt. Des Weiteren hat uns die einfache Struktur der Dateneingabe sowie die umfangreiche Kopplungsmöglichkeit der EKG-Geräte überzeugt“, erklärt Müller. Seit dem 01. Juli, nach einer etwa einjährigen Testphase, ist das AmbulancePad nun im Kreis Siegen-Wittgenstein im täglichen Einsatz: sechs Geräte befinden sich in den Fahrzeugen der Feuerwehr, 19 wurden beim DRK installiert und ein Gerät bekamen die Malteser. Die insgesamt 26 Geräte sind auf Rettungswagen, in Notarzteinsatzfahrzeugen sowie in einem Intensivtransportwagen zu finden. Seit der Anschaffung des AmbulancePads habe sich die Leserlichkeit der Protokolle sowie die Auswertung wesentlich verbessert, erzählt Müller. „Es gibt jetzt z.B. erheblich weniger „Rückläufer“ der Krankenkassen, da durch das Einlesen der Versichertenkarte jetzt die Patientendaten vollständig und plausibel sind.“

Die Vorteile sind schnell erkannt: Die Zusammenführung verschiedener Daten, die Möglichkeit Daten sauber und klar zu dokumentieren und problemlos auszuwerten sowie die automatische Speicherung der Protokolle in einer Datenbank und die somit entfallende aufwändige Archivierung. Dadurch entsteht vor allem eines: ein Zeitvorteil, den man nutzt, um sich um den Patienten zu kümmern.

Auf die Frage, was er anderen Rettungsdiensten empfehlen würde, antwortet er: „Ich würde vorab ein detailliertes Pflichtenheft erstellen, wo Prioritäten gesetzt werden, was man auf jeden Fall benötigt und was schön wäre zu haben. Da das System auch auf verschiedene Schnittstellen z.B. Leitstelle, Buchhaltung, etc. zugreifen muss, sollte man sich hier auch rechtzeitig alle Verantwortlichen „mit ins Boot“ nehmen. Darüber hinaus rate ich die Hard- und Software beim gleichen Anbieter zu kaufen oder zu mindestens hier einen entsprechenden Wartungsvertrag abzuschließen, der Hard- und Software mit einschließt. Damit ist man dann bei Problemen auf der sicheren Seite.“ Zu guter Letzt müsse dann noch vorab geklärt werden, wo und wie die Hardware im Fahrzeug befestigt wird und welches Zubehör (Drucker, stationäre Dockingstation etc.) benötigt wird. Das sollte im Idealfall schon Bestandteil der Ausschreibung sein, da dies oft noch mit nicht unerheblichen Kosten verbunden ist. Auch die eventuell zu erwartenden Folgekosten z.B. Mobilfunk, Serverbereitstellung etc. sind zu beachten und sollten, wenn möglich, vorher abgeklärt werden, so Müller.

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Medienkontakt

Steffen Stegherr
sstegherr@zoll.com

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