Therapeutische Hypothermie beim akuten Myokardinfarkt

 

Standardbehandlung von ST-Hebungsinfarkten

Die Medizin hat sich in den vergangenen Jahren auf eine frühzeitige Reperfusionstherapie fokussiert um so die Infarktgröße möglichst gering zu halten und daraus folgernd Mortalität und Morbidität zu senken. In Kliniken mit Herzkatheterlabor soll eine Door-to-ballon-Zeit von ≤ 60 min erreicht werden. Diese Zeitspanne wird definiert als Zeit zwischen dem Eintreffen in der Klinik und der primären PCI (Passage des Drahtes durch das verschlossene Koronargefäß). Diese Zeitspanne zeigt die Organisation und Leistung eines Herzkatheterlabor.

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Neue Forschungsergebnisse durch Kühlung von STEMI-Patienten

Trotz der aktuellen Infarktbehandlung erleiden viele Menschen eine Schädigung des Herzmuskels und entwickeln typische Spätkomplikationen eines Herzinfarktes.

In Studien konnte mittels therapeutischer Hypothermie ein verbesserter, neurologischer Outcome bei Patienten nach Kreislaufstillstand erzielt werden. Die Kühlung scheint aber auch einen positiven Effekt auf die Reduktion der Infarktgröße nach Herzinfarkt zu haben. Daher könnte die frühe therapeutische Hypothermie (vor Reperfusion) eine sinnvolle unterstützende Maßnahme bei Patienten mit ST-Hebungsinfarkt im Rahmen der PCI im Katheterlabor sein, wie eine aktuell publizierte Pilotstudie zeigt.

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Infarktgewebe nach Kühlung

 

Infarktgewebe ohne Kühlung

Auch frühere Studien konnten bereits eine Reduktion der Infarktgröße zeigen, wie im Folgenden zu sehen ist:

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