Cardiopulmonale Reanimation (CPR)

Die Geschichte der Reanimation ist lang und durchschritt viele unterschiedliche Methoden - hier ein kurzer Abriss der wichtigsten Ereignisse:  

Um ca. 1800 wurde die "Russische Methode" genutzt, um den Stoffwechsel zu verlangsamen, indem man den Körper, mit Ausnahme des Kopfes, mit Schnee und Eis bedeckte. Man hoffte, dass das Einfrieren des Körpers die Rückkehr des Spontankreislaufs unterstützen würde.

1812 waren Pferde an europäischen Rettungsschwimmstationen üblich. Wenn jemand gerettet wurde, hievte der Rettungsschwimmer diesen auf das Pferd. Das Pferd trabte dann am Strand hin und her, um die Kompression und Dekompression des Brustkorbs zu unterstützen. Es sammelten sich jedoch große Mengen Pferdemist an den Stränden, sodass eine Initiative für saubere Strände schließlich zur Abschaffung der Methode führte.

Erst in den 1960er Jahren führte Dr. Kouwenhoven, die Idee der geschlossen Brustkorbkompressionen an der John Hopkins Universität ein, die die Basis der heutigen CPR darstellt. 

Zehn Jahre später führte das amerikanische Militär Kompression und Beatmung in Kombination ein. Kurz darauf begannen das American Red Cross und die American Heart Associtation, diese Methode in der amerikanischen Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Wo stehen wir heute?  

Unterschiedliche Studien belegen, dass der Schwerpunkt einer Reanimation bei Kreislaufstillstand auf einer qualitativ guten unterbrechungsfreien Kardiokompression (CPR) liegt.

Die aktuellen Leitlinien 2015 betonen durchgehend und mit Nachdruck, dass eine qualitativ gute und unterbrechungsfreie CPR für den Reanimationserfolg unabdingbar ist.

Dies beinhaltet nicht nur eine Kompressionstiefe von mindestens 5 cm (jedoch nicht mehr als 6 cm), sondern auch eine Frequenz von 100 bis 120 Kompressionen pro Minute.

Hier tritt, bedingt durch Müdigkeit, nachweislich nach bereits 2 Minuten ein erheblicher Qualitätsverlust der CPR Maßnahmen ein. Dies führt zur Empfehlung, die Helfer, die CPR durchführen, alle 2 Minuten zu wechseln - sicherlich ein höchst kritischer Faktor, wenn es um qualitativ hochwertige CPR geht. Hier kommt die Entwicklung der mechanischen Kompressionstechnologien zum Tragen.

Mechanische Thoraxkompression

Damit sich die Beteiligten Ersthelfer um andere wichtige Behandlungen des Betroffenen kümmern können, wurden mechanische Kompressionstechnologien entwickelt, die eine qualitativ hochwertige CPR, wie sie in den Leitlinien empfohlen wird, ohne Unterbrechung übernehmen können.

Zusätzlich können mit der LDB Technologie (load-distributing Band/AutoPulse®) Patienten auch während eines Transportes im Wagen oder beim Heruntertragen von einer Etage zum Wagen problemlos ununterbrochen kardiokomprimiert werden.

Ein Meilenstein in Bezug auf unterbrechungsfreie CPR Behandlungsqualität und Sicherheit für Patienten und Ersthelfer (der sich nun im Wagen anschnallen kann). 

Ferner bietet die LDB Technologie erstmalig die Möglichkeit, einen Defibrillator anzuschließen und während der automatisierten CPR eine synchronisierte Schockabgabe zu gewährleisten.   

Auch in den Leitlinien wird die mechanische Thoraxkompression erwähnt: Während des Transports in ein Krankenhaus kann eine Standard-CPR meist nur unzureichend durchgeführt werden. Die mechanischen Geräte können eine gute CPR-Qualität auch während der Fahrt im Rettungswagen sicherstellen. Darüber hinaus haben sie Vorteile in Bezug auf die unterbrechungsfreie externe Herzdruckmassage und die Möglichkeit gleichzeitig eine Defibrillation durchzuführen."